Sonntag, 15. Januar 2017

All the Ugly and Wonderful Things - Bryn Greenwood // Rezension


As the daughter of a meth dealer, Wavy knows not to trust people, not even her own parents. Struggling to raise her little brother, eight-year-old Wavy is the only responsible "adult" around. She finds peace in the starry Midwestern night sky above the fields behind her house. One night everything changes when she witnesses one of her father's thugs, Kellen, a tattooed ex-con with a heart of gold, wreck his motorcycle. What follows is a powerful and shocking love story between two unlikely people that asks tough questions, reminding us of all the ugly and wonderful things that life has to offer.


Gebundene Ausgabe: 352 Seiten // Preis: 26,49 Euro (Kindle: 2,86 Euro)

Erster Satz: My mother always startet the story by saying, "Well she was born in the backseat of a stranger's car," as though that explained why Wavy wasn't normal.

Meinung:
„All the Ugly and Wonderful Things“ ist ein schwieriges Buch. Nicht von der Sprache her, aber von der Thematik. Darüber war ich mir schon im Klaren, als ich mich im Vorfeld ein wenig mit dem Buch beschäftigt habe. Dennoch oder gerade deswegen wollte ich dieses Werk so gerne lesen. Bereut habe ich das in keinster Weise.

Zuerst einmal ist Bryn Greenwoods Buch wunderschön zu lesen. Die Autorin hat einen sehr tollen Stil, der mir immer gut gefallen hat. Da gibt es Sätze, die unglaublich stark wirken und der Geschichte die nötige Kraft verleihen. Wundervoll.

Die Geschichte dreht sich um Wavy, die von Beginn an kein einfaches Leben führt. Ihre Mutter ist drogenabhängig und hat ihr Leben einfach nicht im Griff und Wavy muss schon früh selbstständig werden. Als später auch noch ein Bruder da ist, muss sie diesen auch noch versorgen. Wavy ist um die 10 Jahre alt, als sie Kellen kennenlernt, einen Drogendealer. Kellen ist eigentlich ein lieber Kerl und immer öfter verbringt der fast 20 jährige Zeit bei Wavy. Macht das Essen, putzt die Wohnung ist eben für das junge Mädchen da. Schon bald hegt das Mädchen mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Kellen.

Ich glaube, man muss hier nicht groß erläutern, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und mit welchen Gefühlen man sich dieser Entwicklung entgegenstellt. Ich will auch an dieser Stelle überhaupt nicht viel verraten, aber für mich hatte ich niemals das Gefühl, dass die Geschichte jetzt eine Schwelle überschreitet, mit der ich nicht hätte umgehen können. Klar ist aber, dass die Autorin es schafft, in dieser Beziehung den Grad ziemlich schmal zu halten.

Größtenteils wird das Geschehen aus der Sicht von Wavy und Kellen erzählt, aber man bekommt auch Perspektiven von anderen Personen mit. So sind zum Beispiel auch Wavys Cousine oder Lehrer mit von der Partie und durch die verschiedenen Sichtweisen bekommt man als Leser noch einmal einen ganz anderen Blickpunkt, was mir wirklich sehr gefallen hat.

Stellenweise passieren Dinge, die wirklich kein leichter Tobak sind. Mir hat die Protagonistin oft einfach unheimlich leid getan, auf der anderen Seite fand ich es aber auch total bewundernswert, dass Wavy vieles so meisterhaft überwunden hat. Trotz alledem merkt man ihr aber auch immer an, was sie durchmachen musste.

Fazit:
„All the Ugly and Woderful Things“ ist wunderschön geschrieben und beschäftigt sich mit einer Protagonistin, die es nie leicht hatte in ihrem Leben. Die Autorin greift Themen auf, die wirklich kein leichter Tobak sind, verknüpft alles zu einer Geschichte, die mir sehr oft unter die Haut gegangen ist. 


Ich vergebe 

9/10
Punkten 

Kommentare:

  1. Hallo!
    Ich bin durch Zufall (ein Link bei FB) auf diesen Beitrag und Blog gestoßen.
    Normalerweise bin ich eine von den "stillen Lesern" aber das wollte ich mal loswerden:
    So eine tolle Rezension, hat mich grade nicht nur dazu verleitet das Buch zu lesen, sondern auch diesem Blog zu folgen.
    Vielen Dank!
    Sarah

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    1. Hallo Sarah,

      freut mich, dass dir die Rezension gefallen hat und es freut mich sehr, dass dir auch mein Blog gefällt! :)

      Liebe Grüße,
      Jan

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  2. Hallo lieber Jan,

    das hört sich richtig gut an. Ab und an mag ich es ja mal Bücher zu lesen, die einem richtig nah gehen und harter "Tobak" sind. Bisher hatte ich von dem Buch noch nichts gehört, aber ich packe es sofort auf meine Wunschliste!
    Danke für die tolle Rezension.

    Liebste Grüße
    Sonja

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lauft mir nach ...