Montag, 6. März 2017

Pusteblumentage - Rebecca Westcott // Rezension



Livs Mutter beginnt plötzlich, ihr die wichtigen Dinge des Lebens näherzubringen. Deshalb muss Liv jetzt - ob sie will oder nicht –
• den ersten BH kaufen (obwohl sie noch keinen braucht)
• lernen, wie man Spaghetti Bolognese kocht (obwohl ihre Mutter nicht kochen kann)
• ein Schminktutorial mit ihrer Mum absolvieren (obwohl sie sich erst mit 16 richtig schminken darf) .
Doch als ihre Mutter Liv sogar erlaubt, sich endlich Ohrringe stechen zu lassen, weiß sie, dass irgendetwas nicht stimmt. Bisher war ihre Mutter strikt dagegen. Außerdem ist sie nun immer öfter erschöpft und schläft viel. Liv spürt, dass sie ihr etwas verheimlicht, etwas, was ihr Leben für immer verändern wird …


Gebundene Ausgabe: 208 Seiten // Preis: 13,95 Euro

Erster Satz: Manchmal denke ich an die Schachtel ganz hinten in meinem Schrank, und frage mich, ob ich sie irgendwann wieder aufmachen werde.

Meinung:
Bei „Pusteblumentage“ hatte ich einfach das Gefühl, dass mir die Geschichte gefallen könnte. Und ja, hier hat mich auch das Cover direkt angesprochen, das muss ich schon zugeben. Ein Blickfang erzielt dann doch schon eher meine Aufmerksamkeit. Glücklicherweise hatte ich mit meinem Gefühl bezüglich der Geschichte absolut nicht unrecht und „Pusteblumentage“ konnte mich rundum überzeugen.

An sich ist die Thematik des Buches nicht ungewöhnlich, jedoch ist es die Umsetzung, die dieses Werk für mich hervorgehoben hat. Während in anderen Jugendbüchern die Krankheit stark thematisiert wird und im Vordergrund steht, weiß man hier eigentlich gar nicht, was die Mutter hat. Klar, man kann Vermutungen anstellen, aber der Name der Krankheit fällt nie. Das fand ich zum einen erst einmal ziemlich ungewöhnlich, aber auch interessant, zum anderen wird der Schwerpunkt auch gar nicht (vielleicht gerade deswegen) direkt auf die Krankheit gelenkt. Man weiß einfach nur, dass die Mutter nicht mehr lange zu leben hat, mehr nicht. Die Handlung befasst sich vielmehr damit, dass die Tochter langsam lernen muss, dass ihre gemeinsame Zeit bald um ist und diese nutzen muss.

Trotzdem dreht sich Livs Leben nicht nur noch um die Mutter. Sie ist 12, viele neue Dinge tauchen in ihrem Leben auf, die sie zusätzlich verwirren. Die Autorin hat das aber superschön umgesetzt, indem Liv eben viel mit ihrer Mutter darüber spricht, was sonst noch so in ihrem Leben passiert. Ebenfalls sehr schön aufgeführt wurde der Zusammenhalt der kompletten Familie. Livs Bruder hat Asperger und gerade für ihn sind die auftauchenden Veränderungen gleich eine ganz andere Dimension. Hier und da gab es ein paar Ausschweifungen, die für mich nicht so interessant waren, aber das war wirklich selten.

Das Ende konnte mich emotional ziemlich mitnehmen, weil der Ausgang natürlich traurig ist, auf der anderen Seite aber auch total hoffnungsvoll stimmt. Die Botschaft der Geschichte „Lebe dein Leben“ ist bei mir angekommen. 

Fazit:
„Pusterblumentage“ ist ein schönes, kurzweiliges Jugendbuch, mit einer schönen Message. Ich mochte die (ungewöhnliche) Umsetzung der Thematik sehr gerne und war ziemlich davon angetan, wie die Autorin die Geschichte erzählt.


Ich vergebe

8/10
Punkten

Kommentare:

  1. Das hört sich total süß an. :) Und das Cover ist wunderschön *-*
    Schöne Rezension!

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  2. Hallo Jan,

    das Buch klingt wirklich nach einer netten Geschichte. Auch wenn es irgendwie unwichtig ist: Deine Uhr auf dem Foto gefällt mir! :)

    Liebe Grüße
    Yvonne

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    1. Für mich war es sogar mehr als nett! :D
      Und ja, ich liebe meine Uhr auch ^^

      LG Jan

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  3. Das Buch hatte ich schon irgendwo gesehen, fand es interessant, aber es hat sich dann wieder etwas verlaufen. Deine Rezension klingt aber sehr gut. Hach. Leider. Wie soll ich denn so den SuB abarbeiten?

    Liebe Grüße
    Rebecca

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  4. Hallo,
    das hört sich ja toll an. Klingt ein bisschen so wie die Bücher von Jenny Valentine. Hast du von ihr schon was gelesen? Oder Sarah Crossan?
    Liebe Grüße
    Nanni

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  5. Huch hier schaut es so verändert aus :D
    Hatte im ersten Moment den Gedanken, als hätte ich mich verlaufen, aber dein charakterliches Grün hat mich dann doch überzeugt.
    Die Rezension ist wirklich schön geschrieben und macht neugierig. Das wäre bestimmt ein Buch, an dem ich in der Buchhandung vorbei gegangen wäre. Nun werd ich mal nen zweiten Blick riskieren.

    Alles Liebe, Nelly

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lauft mir nach ...